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Wanderung auf dem Lehrpfad Albersbacher Streuobstwiesen mit Einkehr im Odenwaldgasthaus "Zum Kreiswald"

Blick auf den Höhenzug der Tromm vom Lehrpfad Albersbacher Streuobstwiesen
Apfelblüte am Geopark-Pfad Rimbach-Albersbach zum Lebensraum Streuobstwiese.

Ich weiß nicht, wie viele Fotos ich in den letzten Wochen von blühenden Apfelbäumen gemacht habe, aber ich kann einfach nicht genug davon bekommen. Die  dicken zart-rosa blühenden Äste sind einfach zu hübsch und dann auch noch die Kombination mit dem frischen zarten Blattgrün, das gerade explodiert, eine Augenweide! Um darin so richtig zu schwelgen, habe ich mich heute mit Familie auf den Weg gemacht zu einer kleinen Mini-Wanderung. Gerade einmal 1,4 km lang ist der Lehrpfad Albersbacher Streuobstwiesen, wer mag kann den Weg aber noch mit weiteren Schleifen kombinieren, aber dazu später mehr. Zunächst einmal zum Startpunkt der Tour: Es geht los am Naturparkplatz Kreiswald-Stausee (erreichbar über eine winzig, kleine Landstraße K8 nach Albersbach). Das Wort Stausee finde ich in dem Fall etwas überdimensioniert, es handelt sich mehr um einen kleinen Angel-Weiher, aber es ist ein hübsch gelegener Ort und der Einstieg zur Tour - beschildert mit dem gelben L - ist schnell gefunden mit Infotafel Nummer 1 zum Lebensraum Streuobstwiese.

Als ersten Weg zum Thema Obst im Odenwald legte man den Naturpfad 1993 an, dann im Jahr 2004 wurden die Grafiken umgestaltet und renovierte. Aber auch diese Auffrischung ist bereits 15 Jahre her und das sieht man den Schildern leider an. Die Farbe verblasst schon und teilweise weisen die Schilder Schäden auf.  Schade eigentlich, denn die Idee zu diesem Weg finde ich toll, nur würde ich mir gerade wenn man den Weg mit Kindern läuft, noch etwas mehr "Action" wünschen. Stationen zum Ausprobieren, Klettern oder Mitmachen wären zum Beispiel klasse. Wir erfahren aber viel Wissenswertes über Apfel-Sorten jenseits des Supermarktangebotes wie Goldparmäne, Oldenburg, Bohnapfel oder Prinzenapfel und auch anderen regional typischen Obstsorten wie Birnen, Zwetschgen, Schattenmorellen und Walnüssen.

Saftige grüne Wiesen laden zum Picknick ein am Rande des Streuobstwiesenpfades.
Überall saftige grüne Wiesen - sehr einladend für ein kleines Picknick!

Ein großes Plus des Weges ist der schöne Verlauf über die hügelige Wiesenlandschaft mit immer wieder tollen Ausblicken auf das Panorama des Trommrückens. Überall summt und brummt es, von Insektensterben merkt man hier zumindest nichts, aber in der Streuobstwiesenlandschaft mit seine Vielfalt an Pflanzen finden Insekten und andere Tiere auch noch einen idealen Lebensraum vor. Wir genießen auf jeden Fall die absolute Ruhe in der Natur hier oben, keine Straße mit Autogeräuschen weit und breit, auch Wanderer sind wenige auf diesem kleine Pfad unterwegs, herrlich!

Der Weg endet viel zu schnell etwa in der Ortsmitte von Albersbach und wir wenden uns nochmal berauf in den Wald über den Tannenbuckelweg, um die Strecke zu einer kleinen Runde zu schließen. Für eine etwas ambitionierte Rundwanderung empfiehlt es sich, den Obstwiesenweg - M4  ab Mörlenbach einzuplanen. Dies ist eine knapp 4 Stunden lange 13km-Runde und sehr schön beschrieben auf der Odenwald-Tourismus-Seite Obstwiesenweg. Wir entscheiden uns den heutigen Tag mit einer Einkehr im Garten des Odenwaldgasthauses Zum Kreiswald zu beenden. Hier lassen sich die Früchte der Streuobstwiesen in flüssiger Form von Apfelsaft- oder wein, aber auch in Gestalt von Edelbränden aus der hauseigenen Brennerei probieren. Die Einrichtung ist mir persönlich ein wenig zu traditionell, aber der Biergarten liegt wunderschön und die Küche ist sehr empfehlenswert, regional und frisch mit tollen Gerichten passend zur Jahreszeit Bärlauch, Spargel, Erdbeeren! 

 

Mehr Infos zu Tour und Einkehr:

Lehrpfad Albersbacher Streuobstwiesen

Odenwaldgasthaus "Zum Kreiswald"

 

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