Von Badesee bis Eiscafé - die schönsten Sommertipps im Odenwald zum Abkühlen

Am Marbachstausee den Sommer genießen - schöner gehts nicht!
Am Marbachstausee den Sommer genießen - schöner gehts nicht!

Tipp 1: Abkühlung im Marbachstausee

Für alle die Abkühlung brauchen, heute stelle ich euch meine Lieblingsplätze im Odenwald bei Sommerwetter vor. Los geht's es mit Marbachstausee: Bären gibt es zum Glück keine, aber irgendwie kommt hier ein Gefühl von Weite und Ruhe auf, kein Haus ist zu sehen nur Wasser und Bäume – fast wie in Kanada. Umrahmt von dichten, dunklen Tannenwäldern glitzert das ruhige Wasser des Marbachsees und lädt zum Baden, Angeln oder Segeln ein. Die Badenden werden von Mai bis September von einem DLRG-Blockhaus aus sicher bewacht, das auf Stelzen steht und einen herrlichen Ausblick über den See bietet. Der schönste Platz ist der kleine Holzsteg – einfach die Füße ins Wasser baumeln lassen, vor sich hinträumen und den Tag genießen. Eigentlich ist der Steg zum Anlegen der Rettungsboote gedacht, aber das nimmt hier niemand so genau, leben und leben lassen heißt die Devise. 

Die Picknickdecke kann auf der weitläufigen grünen Wiese ausgebreitet werden, Verpflegung muss selbst mitgebracht werden, denn eine Imbissbude sucht man hier vergebens. Dafür aber Platz in Hülle und Fülle und Naturerlebnis pur. Der Einstieg ins Wasser verläuft sanft und flach abfallend, ideal auch für Kinder. Die können auch auf der Luftmatratze oder im Schlauchboot umherschippern oder meditativ mit dem Stand-Up-Paddelboard den See für sich genießen. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet und wird regelmäßig kontrolliert. Wer mag, kann den See auf einem knapp 3 km langen Wanderweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden und dabei im Vogelschutzgebiet mit dem Fernglas auf Entdeckungstour gehen.

Immer am kühlen Bach entlang - eine traumhaft schöne Wanderung durchs Eiterbachtal.
Immer am kühlen Bach entlang - eine traumhaft schöne Wanderung durchs Eiterbachtal.

Tipp 2: Cooler Wanderweg immer am Bach entlang im Eiterbachtal

Ein cooler Wandertipp für den Sommer ist der Wanderweg Si6 - immer am Bach entlang. Wasser plätschert unterhalb des Weges, Wind rauscht durch die Blätter, ansonsten ist es herrlich still, denn keine Straße führt ins Eiterbachtal. Von zwei Seiten können Wanderer sich auf den Weg in dieses Naturparadies machen. Der kürzere Weg startet in Absteinach-Eiterbach, der zweite abwechlungsreichere Rundweg ist 11 km lang und kann von Siedelsbrunn aus begonnen werden (Start vom Parkplatz Hardberg bei "Buddas Weg"). Idyllisch schlängelt sich der Waldweg oberhalb an dem von Erlen gesäumten Bachlauf entlang und öffnet immer wieder herrliche Ausblicke auf die blühenden Auenwiesen. Die Kelten siedelten dort, wo sie Wasser fanden. Quellen waren ihnen heilig und wurden verehrt, so ist auch der Name des Tales keltischen Ursprungs: das Wort "Euteraha" bedeutet Lebensfluss.

Aber nicht nur die Kelten haben hier einen besonderen Ort gesehen auch die Mönche des Klosters Lorsch errichteten wahrscheinlich bereits im 13. Jahrhundert eine kleine Wallfahrtskapelle zu Ehren der heiligen Maria "St. Maria Lichtenklingen". Der Wanderweg führt direkt an diesem verwunschenen Ort vorbei. Die Kapelle gab man in der Reformationszeit auf, sie verfiel, doch das Mauerwerk ist noch gut erhalten und noch heute ranken sich Mythen und Sagen. Dem Wasser aus dem in einem Sandsteintrog eingefassten Quelle wird eine heilende Wirkung zugesprochen, erfrischend und klar sprudelt es auf jeden Fall, soviel ist sicher.  Hinter der Kapelle führt ein kleiner Abzweig im Wald zur urigen Stiefelhütte. Hier kann man herrlich unterm Sonnenschirm sitzen und eine zünftige Brotzeit mit genießen. Unbedingt ausprobieren, bewirtschafte Hütten findet Ihr nur selten im Odenwald! 

Tipp 3: Bauerhofeis probieren im Keilvelterhof in Unter-Ostern

Was wäre ein Sommer ohne Eis? Geht bei mir gar nicht, deshalb bin ich superglücklich, dass ich diesen schönen Platz für mich entdeckt habe: den Keilvelterhof: Eiscafé geöffnet steht zu lesen auf der Kreidetafel, die der quitscherote Nostalgietraktor mit sich trägt. Sie weist den Weg zum Eingang der Hofreite Keilvelter Hof im Minidorf Unter-Ostern. Rundherum Landleben pur, Felder Wiesen und dann ein Eiscafé im Bauernhof? Ja, genau und zwar ein richtig charmantes Café sogar. Der Knüller sind die selbstgebackenen Waffeln. Zwei Stück der zarten und knusprigen Köstlichkeit stecken im vor Kälte angelaufenen Weckglas und sind schon für sich ein echter Hochgenuss. Aber auch das Eis, das Sabine Arras aus Odenwälder Milch selbst herstellt, schmeckt himmlisch gut: nicht zu süß und schön milchig. Entweder ganz simpel als Kugel und für obendrauf mit Toppings nach Wahl: Früchte, geröstete Nüsse, Schokostreusel oder natürlich Sahne. Üppig wird es mit einer der Bechervariationen, aber ein Brownie- oder Odenwaldbecher mit Kirschen ist schon eine echte Versuchung wert. 

Im Vierseitenhof sitzt man auf rustikalen Holzbänken unter riesigen grünen Sonnenschirmen gut beschattet. Zuletzt wurde der Bauernhof als landwirtschaftliches Freilichtmuseum genutzt, was sich noch an allerlei dekorativen Stücken von der nostalgischen Gugelhupfform, Ackergerätschaften oder zerbeulten Blechmilchkanne als Überbleibsel gemütlich ins Bild fügt. Dann übernahm 2014 die Familie Arras das Anwesen und eröffnete ihr kleines Eisparadies. Familiär und freundlich geht es zu, die Kinder helfen mit beim Bedienen und Sabine Arras nimmt den Gast auch schon mal mit auf einen Rundgang durch den hübsch in Kreuzform angelegten Bauerngarten, in dem es üppig blüht, summt und brummt. 

 

Viel Spaß beim Ausprobieren der Sommertipps. Habt Ihr auch noch eine gute Idee oder einen Geheimtipp? Hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar, ich freue mich auch immer darauf, Neues zu entdecken.

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Kommentare: 1
  • #1

    Albert Stirmlinger (Mittwoch, 10 Juli 2019 04:41)

    Tolle Idee mit deinem Oder Waldlust Block , wir sind immer froh über gute Tips wo es sich lohnt hinzugehen, Danke dafür , ich werde öfter Mal reinschauen �